"Herrscht nun Krise oder Boom?"
Die Berliner Zeitung hat mal wieder einen sehr angenehmen Leitartikel geschrieben, zu der Frage, was für ein Problem wir eigentlich mit dem Euro haben. Ich bin froh, dies nochmal in einer recht klaren Zusammenfassung lesen zu können. Im Grunde wurde es von verschiedensten Seiten schon mehrmals angesprochen, aber bisher weniger im Zusammenhang.
Eines ist einfach mal klar: Deutschlands Reichtum basiert zum Teil auch auf der Armut der anderen Euro-Länder. Beides hängt miteinander zusammen. Und jeder Penner, der der Meinung ist, es wäre besser, den Euro aufzugeben, würde damit auch Deutschlands Wirtschaftskraft massiv schädigen und es käme zu hoher Arbeitslosigkeit.
Aus meiner Sicht sollte es sowieso mehr zu einer europäischen, als zu einer nationalen Politik kommen. Nur so kann Europa in Summe wirtschaftlich wachsen und stabil werden. Jeder der nicht daran teilhaben will, soll halt aus der EU austreten. Das Ergebniss ist dann allerdings klar. Die Zeiten haben s... show more"Herrscht nun Krise oder Boom?" Die Berliner Zeitung hat mal wieder einen sehr angenehmen Leitartikel geschrieben, zu der Frage, was für ein Problem wir eigentlich mit dem Euro haben. Ich bin froh, dies nochmal in einer recht klaren Zusammenfassung lesen zu können. Im Grunde wurde es von verschiedensten Seiten schon mehrmals angesprochen, aber bisher weniger im Zusammenhang.
Eines ist einfach mal klar: Deutschlands Reichtum basiert zum Teil auch auf der Armut der anderen Euro-Länder. Beides hängt miteinander zusammen. Und jeder Penner, der der Meinung ist, es wäre besser, den Euro aufzugeben, würde damit auch Deutschlands Wirtschaftskraft massiv schädigen und es käme zu hoher Arbeitslosigkeit.
Aus meiner Sicht sollte es sowieso mehr zu einer europäischen, als zu einer nationalen Politik kommen. Nur so kann Europa in Summe wirtschaftlich wachsen und stabil werden. Jeder der nicht daran teilhaben will, soll halt aus der EU austreten. Das Ergebniss ist dann allerdings klar. Die Zeiten haben sich nunmal geändert und Entfernungen sind nicht nur bei Reisen, sondern auch in der Wirtschaft geringer geworden. Um da noch den Menschen einen angemessenen Lebensstandard garantieren zu können, muß auch die Politik globaler agieren und nicht nur aufs kleine Land schauen.
Ich fühl mich selber eh eher als Europäer und weniger als Deutscher. Ich lebe sehr gern in Berlin und ich mag Deutschland auch und kann mir gerade weniger ein anderes Land zum Leben vorstellen, aber mein Interesse und mein persönliches Gefühl macht einfach mal an der Grenze dieses Landes nicht halt. Mich interessiert nunmal auch sehr, was sonst noch in der EU passiert. Leider schaffen es unsere hiesigen Politiker immer und immer wieder EU Richtlinien als etwas sehr negatives zu verkaufen. Teilweise werden sogar Richtlinien verkauft, die die EU niemals herausgebracht wird. Und selbst wenn, Deutschland als wirtschaftlich stärkstes Land hat so viel Vetorecht, um etwas zu verhindern, was es nicht will - warum geschieht das dann nicht? Weil sie im Grunde diese Richtlinien wollen und selber initiieren. Aber durch das verworrene und abstrakte Modell der EU kann man es wunderbar als "von oben" bedauern.
Laßt uns Griechenland helfen und Portugal und allen anderen. Deutschland als Land ist stinkreich und hat das Geld. Das Deutschland als Staat mit zu wenig Geld dasteht, ist nunmal eher ein Einnahmen- anstatt ein Ausgabenproblem. Diese aktuelle Regierung wird das aber garantiert nicht ändern.
Darauf nen Kaffee! *PROST*
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